|
Strangmodul „evidence-based medicine“
1. Semester
2. Semester, 2 x 2 std.
Grundlagen der Informationssuche in Internet und Datenbanken I.Medizinische “Laieninformationen”
Koneczny, Vollmar
Die "Halbwertszeit" medizinischen Wissens verringert sich von Jahr zu Jahr. Lehrbücher sind oft schon zum Zeitpunkt ihres Erscheinens
veraltet. Daher kommen Mediziner nicht um die kompetente Nutzung der modernen, netzbasierten Wissensbasen und Kommunikationswege herum.
Die UW/H bietet ihren Studierenden im Strangmodul ”Evidence-based Medicine” die Möglichkeit, schon ab dem 2. Semester die Nutzung dieser
Werkzeuge zu erlernen; zunächst aus der Perspektive des medizinischen Laien.
Im ersten Teil ”Medizinische Laieninformationen” sollen die allgemeinen Grundlagen der Informationssuche vermittelt werden. Wie finde ich, was
ich suche im Internet und in Datenbanken?
Für einen aktuellen POL-Fall wird anschließend die Projektaufgabe der medizinischen Informationssuche und -Bewertung aus der Sicht eines
Patienten exemplarisch durchgeführt.
Quellenmaterial und weitere Informationen dazu ...
II. Projektauswertung Medizinische “Laieninformationen”
Koneczny
Anhand eines weiteren aktuellen POL-Falles wird das Ergebnis einer studentischen Recherche ausgewertet. Wer bietet warum welche Informationen ?
Wie erkenne ich die Qualität von Informationen ? Welche Techniken machen meine Suche effektiver ?
Dieses Projekt (Teil I und II) bildet den Anfang des Strangmoduls ”Evidence-based Medicine”
"Für einen Veranstaltungsnachweis nach §14 Studienordnung ist die Teilnahme an beiden Veranstaltungen (Teil I und II) notwendig."
3. Semester, 2 x 2 std
Informationsrecherche und –Bewertung: Quellen für Mediziner.
Oder: „Wer sagt mir, ob Asthmatiker mit Kortisonspray fitter sind?“
Koneczny, Butzlaff, Vollmar
Medizinern steht über das Internet eine Fülle medizinischer Datenbanken, Diskussionsforen, Nachrichtenseiten, Portale und Fachzeitschriften zur
Verfügung: Fachinformationen für medizinische Professionals. Mit dem Bedarf an aktuellen, wissenschaftlich begründeten Hilfen für Diagnostik und Therapie wächst auch der Umfang des Angebotes medizinischer
Webseiten. Wo findet man praxisrelevante Informationen? Welche Zugangsmöglichkeiten bestehen? Wie lässt sich seriöse Information erkennen?
Nachdem im zweiten Semester die medizinischen
„Laieninformationen“ vorgestellt wurden, fokussieren wir im Strangmodul „evidence-based medicine“ nun auf Arzt-Informationsseiten. Am Beispiel des Asthma bronchiale werden Medline, Cochrane-Library,
Leitlinienportale und andere relevante Informationsquellen vorgestellt. Die Projektaufgabe nimmt diesmal die ärztliche Perspektive ein. Bei aller "Computerlastigkeit" dieses Themas wird die
praktisch-klinische Anwendbarkeit auch weiterhin im Vordergrund stehen.
Quellenmaterial und weitere Informationen dazu ...
Projektauswertung Informationsrecherche und –Bewertung: Quellen für Mediziner
Koneczny, Vollmar
Auswertung der Projektaufgabe. Erfahrungsaustausch. Weitere Internetadressen und Informationsquellen, die den studentischen/ ärztlichen Alltag
erleichtern können.
"Für einen Veranstaltungsnachweis nach §14 Studienordnung ist die Teilnahme an beiden Veranstaltungen notwendig."
4. Semester
Vortrag Prof. Dr. Köbberling, Lehrstuhl Innere Medizin II der Universität Witten/Herdecke
„Evidenz und Zweifel – ein Gegensatz?“ Der Zweifel als Triebkraft des Erkenntnisgewinns: eine Einführung in die evidenzbasierte Medizin
An medizinhistorischen Beispielen zeigt Prof. Dr.
Köbberling, Leiter des Zentrums für Innere Medizin, Kliniken St. Antonius Wuppertal und EbM-Experte, auf, wie Expertenmeinungen und mangelnder Wille, diese anzuzweifeln, zu Diagnose- und Therapiempfehlungen
führten, die sich später als unhaltbar erwiesen.
Daraus entwickelt sich die Frage, wie der Zweifel und die Kritikfähigkeit zum integralen Bestandteil des Medizin-Studiums werden können.
Quellenmaterial und weitere Informationen dazu ...
5. Semester 1x 2 std.
Evidenzbasierte Entscheidungsfindung Teil 1: Cochrane, Medline, Leitlinien - medizinische Datenbanken im Detail.
Oder: „Beta-Blocker bei Herzinsuffizienz: Gestern obsolet, heute Standard - morgen überholt?“
Koneczny, Vollmar, Butzlaff
Was gestern noch obsolet war kann heute schon Standard sein – und umgekehrt: Die „Halbwertszeit“ medizinischen Wissens verringert sich von Jahr
zu Jahr. Andererseits: Noch nie war eine solche Vielzahl medizinischer Informationsquellen so leicht zugänglich wie heute.
In den ersten vier Semestern wurden medizinische Informationsquellen vorgestellt. Jetzt geht es darum, einige dieser spezialisierten Datenbanken
besser kennen zu lernen: Medline (Pubmed), die Cochrane-Library, internationale Leitlinien-Portale und andere. In ihnen können jene Zeitschriften-Artikel, Reviews, Meta-Analysen, Zusammenfassungen oder
Handlungsempfehlungen gefunden werden, die die Grundlage für ein modernes Wissensmanagement in der Medizin sind und auf denen die weiteren Seminare im Strangmodul „evidence-based medicine“ aufbauen. Um die
klinische Praxis nicht aus den Augen zu verlieren wird die Recherche anhand des Themas „ß-Blocker für Patienten mit Herzinsuffizienz“ demonstriert.
Quellenmaterial und weitere Informationen dazu ...
6. Semester 1 x 2 std.
Evidenzbasierte Entscheidungsfindung Teil 2: Systematik und Philosophie der EbM.
Oder: „Sollen wir Dennis` Mittelohrentzündung mit
Antibiotika behandeln?“
Koneczny, Vollmar, Butzlaff
Eine besondere Herausforderung der ärztlichen Tätigkeit liegt darin, aktuelles, wissenschaftlich fundiertes medizinisches Wissen für die
individuelle Patientenversorgung nutzbar zu machen. Die evidenzbasierte Medizin bietet hierzu eine Entscheidungs-Systematik, die wissenschaftliche Evidenz und individuelle ärztliche Erfahrung einschließt.
Gleichzeitig will sie aber auch eine kritische, patientenorientierte Haltung vermitteln.
In den ersten fünf Semestern gab es Gelegenheit medizinische Informationsquellen kennen zu lernen und auszuprobieren. Nun stellt sich die Frage,
wie die Recherche-Ergebnisse in der klinischen Praxis umgesetzt werden können. An zwei Beispielen werden die fünf Schritte der EbM exemplarisch gezeigt:
Antibiotika bei Mittelohrentzündung und moderne Bluthochdrucktherapie.
"Für einen Veranstaltungsnachweis nach §14 Studienordnung ist die Teilnahme an beiden Veranstaltungen (Teil 1 und 2) notwendig."
Download: Handout. EbM, 5 Schritte: Kurzfassung und Dokumentation (pdf)
Quellenmaterial und weitere Informationen dazu ...
7. Semester 2 x 2 std.
Wissenschaftliche Studien - Lesen lernen I
oder:
Dieser wissenschaftliche Artikel ist englisch, er hat aufwendige Grafiken und
einen komplizierten Statistikteil – aber ist er auch gut?
Butzlaff, Floer, Koneczny, Vollmar
In diesen zwei Seminaren wird erstes Handwerkszeug für die kritische Beurteilung von wissenschaftlichen Artikeln vermittelt. Welche
Studienformen sind für welche Fragestellungen geeignet? Wie erkenne ich Stärken und Schwächen eines Artikels? Wie kann ich dabei systematisch vorgehen? Wie erkenne ich, ob die Studie für mein eigenes Handeln
bzw. für meinen Arbeitsalltag relevant ist?
Einzelne Studienformen werden erklärt, eine Systematik für das eigene Vorgehen wird vorgestellt und anschliessend an Übungsbeispielen gemeinsam erprobt.
Quellenmaterial und weitere Informationen dazu ...
8.Semester 2 x 2 std.
Wissenschaftliche Studien - Lesen lernen II
oder:
Schmerzfrei trotz Bandscheibenschaden - Diagnostische Studien kritisch bewerten
Butzlaff, Floer, Koneczny
Zweites Seminar zur kritischen Beurteilung von wissenschaftlichen Artikeln. Im Vordergrund steht die Beurteilung von Diagnostikstudien. An
ausgewählten Beispielen wird die kritische Bewertung am Thema Rückenschmerzen geübt.
Die übergeordnete Zielsetzung von „Lesen lernen I + II“ ist, erste eigene Urteilskraft für die medizinisch-wissenschaftliche Literatur zu
entwickeln.
"Für einen Veranstaltungsnachweis nach §14 Studienordnung ist die Teilnahme an beiden Veranstaltungen (Teil 1 und 2) notwendig."
Quellenmaterial und weitere Informationen dazu: Diagnostische
Studien kritisch bewerten, (Lesen lernen II, 8.Semester) pdf-Datei der PP-Präsentation
9. Semester und
10.Semester sind derzeit in Vorbereitung
|