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Medizinische Laien-Information im Internet
Die exponentiell anwachsenden Datenflut im WWW macht auch
vor den medizinschen Inhalten nicht halt. So ergibt eine internationale Suche bei www.altavista.com nach dem Stichwort “medicine” ein Ergebnis von 19.000.000 und die Suche nur im deutschsprachigen Raum nach dem Stichwort “Gesundheit” bei www.fireball.de zeigt immerhin noch knapp 450.000 Treffer an.
Es gilt also die Suche so einzugrenzen, dass nur
eine geringere Anzahl von relevanten Ergebnissen gefunden wird. Man spricht in diesem Zusammenhang von einem guten Retrieval; soll heißen: es wird tatsächlich auch diejenige Sache gefunden, die man gesucht hat.
Etliche gute Hinweise dazu gibt es durch die Einführungen ins Internet von Steffi Bayer (Link) und die Mitarbeiter der Bibliothek. Prinzipiell spielt es keine Rolle in welcher Datenbank (lokal, Uni-Netzwerk oder
Internet) gesucht wird, entscheidend ist die Trefferquote.
Dies kann im wesentlichen schon durch eine geschickte Formulierung der Suchanfrage geschehen. So ist es beispielsweise sinnvoller nach
“Bronchialkarziom” zu suchen, als nach “Lungenkrebs”, noch spezifischer wird die Suche nach “nichtkleinzelligem Bronchial-Ca” oder “NSCLC” (“Non-Small-Cell-Lung-Cancer”).
Über 2000 Suchmaschinen
im Internet erleichtern mehr oder weniger die Suche; eine gute Übersicht findet sich z.B. unter www.suchfibel.de. Dort stehen auch über 70 (!) verschiedene
Suchdienste zu medizinschen Fragestellungen zur Verfügung.
Tipp: Es ist günstiger, sich auf einige gute Suchdienste zu
konzentrieren, als ständig neue Suchmaschinen zu suchen. Die häufigsten werden auf dieser Seite genannt (Link).
Meine aktuellen Favoriten sind Google (www.google.de oder www.google.com) als exzellente Einzelsuchmaschine und Metager (www.metager.de) als Metasuchmaschine (Link).
Aber nicht nur die Quantität der Informationen stellt ein Problem dar.
Es dürfte für Laien (und größtenteils auch für Ärzte) schwierig sein,
die Qualität der gefundenen medizinischen Inhalte zu überprüfen. Bei der Suche nach zuverlässigen Informationen landet man relativ häufig bei dubiosen Anbietern obskurer Produkte, die es
durch eine geschickte Platzierung bei den Suchmaschinen geschafft haben, bei der Suche nach häufigen Stichworten (Herzschwäche, Bluthochdruck oder ähnlichem) ganz oben in den Ergebnislisten zu
erscheinen. Eine gesunde Skepsis ist also angesagt!
Sowohl für Laien als auch für medizinisches Personal existieren
sogenannte Portale; etliche versuchen sich in den Bereich Gesundheit & Wellness zu etablieren.
Einige bieten gute und verläßliche Informationen, beispielsweise www.lifeline.de, www.gesundheitsscout24.de , www.netdoktor.de oder www.yavivo.de, um nur einige wenige zu nennen.
Aber auch dort sollte der gesunde Menschenverstand eingeschaltet
bleiben. So findet sich z.B. bei www.gesundheitspilot.de unter dem Suchwort “Krebs” als eines der ersten eine “Zehn-Wege-Therapie des Krebses”.
Horst Christian Vollmar, Nik Koneczny 2001
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